Mit Handwerkerbonus Impulse setzen

Mit Handwerkerbonus Impulse setzen

Spartenobmann Pecherstorfer für Wiedereinführung: Handwerkerbonus schafftWin-win-win-Situation für Betriebe, Staat und Konsumenten

„Die Bundesregierung wäre vor dem Hintergrund der Covid-19-Krise und der Investitionszurückhaltung von Privatpersonen gut beraten, wenn sie wieder auf das bereits bewährte Instrument des Handwerkerbonus setzen würde“, schlägt Michael Pecherstorfer, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der WKOÖ, vor. 

Der Handwerkerbonus, bei dem gegen die Vorlage von Professionistenrechnungen die Mehrwertsteuer entfällt, ist 2017 in einer Zeit der Hochkonjunktur ausgelaufen, obwohl alle Fakten der Maßnahme kräftige Hebelwirkungen und nachhaltige Konjunktureffekte bescheinigten. So hat der Bonus laut Berechnungen der Bausparkassen von 2016 bis Ende Mai 2017 Arbeitsleistungen in Höhe von rund 211,5 Mio. Euro ausgelöst und das bei einer Förderhöhe von bis dahin lediglich 33,5 Mio. Euro. „Ein Förder-Euro hat also mehr als 6 Euro Arbeitsleistung bewirkt. Eine derartige Hebelwirkung können wohl nur wenige Förderungen vorweisen“, betont Pecherstorfer. Gewinner sind Konsumenten, vor allem kleine und mittlere Betriebe, Fiskus und Sozialversicherungen sowie die Regionen.

Handwerkerbonus ist in erster Linie ein „Konsumentenbonus“
Der Handwerkerbonus schafft einen klaren Mehrwert für den Konsumenten. „Deshalb müsste man den Handwerkerbonus eigentlich richtigerweise ,Konsumentenbonus‘ nennen“, so Pecherstorfer. Denn am meisten profitiert der private Auftraggeber von der Mehrwertsteuerreduktion auf Arbeitsleistung — Zusatznutzen: anders als beim gewerbsmäßigen Pfuscher erhält er auch Gewährleistung. 

Gewinner ist aber auch der Staat. „Denn die Aktion spült dem Fiskus gleich viel, wenn nicht mehr Steuereinnahmen in die Kassen — abgesehen von dem Mehr an Sozialversicherungsabgaben aufgrund des Zurückdrängens des gewerbsmäßigen Pfuschs“, so Pecherstorfer weiter. „Es profitieren auch unsere Gewerbe- und Handwerksbetriebe — und hier vor allem die kleinen und mittleren draußen in den Regionen“, nennt Pecherstorfer den dritten Vorteil. Denn wenn die Mehrwertsteuer entfällt, kommt der Private mit kleineren Aufträgen eher zu den Klein- und Mittelbetrieben in den Regionen. 

„Als wirtschaftliches und gesellschaftliches Rückgrat für Beschäftigung und Ausbildung draußen auf dem Land und angesichts der Corona-bedingt allgemeinen Investitionszurückhaltung sind derartige Kleinaufträge mehr als nur ein Zubrot für unsere Betriebe“, so Pecherstorfer. 

Quelle: WKOÖ  //  Fotocredit: ©Starmayr

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